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ASVÖ : „Unsere Chauffeure haben beim Fahrtechnik-Training viel gelernt!“ Allgemeiner Sport-Verband als Initiator für Verkehrssicherheit
Unter dem Motto „Wir warten nicht bis – Gott bewahre – irgend ein Unglück passiert, wir tun schon vorab etwas“ (ASVOÖ Präs. Konsulent Herbert Offenberger) gab es eine Initialzündung für Fahrer von Bussen, die die jungen Sportler zu den Veranstaltungen und retour fahren. 176 Kleinbusse sind beim ASVOÖ Woche für Woche im Einsatz, in Summe werden 2,7 Mio. Kilometer pro Jahr zurückgelegt. Das sind – hochgerechnet – 60 % im eigenen und 30 % in anderen Bundesländern, sowie 10 % im Ausland.
„Jeder Blechschaden ist einer zuviel" - ASVOÖ Präs. Offenberger
Für heimische Vereine, die seit Jahren aktive jugendliche Sportler zu den Kampfstätten bringen müssen, sind weite und nicht selten auch beschwerliche An- & Rückreise-Wege zu den Kampfstätten der Standard eines langen Sportjahres. Unabhängig von den verschiedensten Wegstrecken und den jeweiligen, oft langen Fahrzeiten, sind es auch die oft sehr unterschiedlichsten Witterungsverhältnisse im Alpenland, die für die Personen hinter dem Volant jene erschwerenden Kriterien bilden, die Gefahrenmomente „on the road“ nicht ausschließen lassen.
Die Verantwortung der Busfahrer, die großteils jugendlichen Sportler dann auch mit geringstem Risiko hin- und rück zu führen ist immer beachtlich, unabhängig von den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen der Fahrten und deren Dauer. Eingedenk der Tatsache, dass diese Chauffeure wohl im Pkw zumeist dank ihrer Routine „alles im grünen Bereich haben“, sind Kleinbusse und mehrsitzige Transportfahrzeuge wiederum durch ein Fahrverhalten gekennzeichnet, das zumeist völlig anders ist, als jenes des zumeist gewohnten Pkws. Mit ein wesentlicher Grund zur Gründung der Idee, in Österreich als erster Sportverband einen neuen Weg zu mehr Sicherheit für diese Personentransporte zu fördern und zu initiieren.
Der ASVÖ aus Oberösterreich hat sich deshalb entschlossen, mit seinen „Lenkern“ unter Aufsicht und Wissensvermittlung von Fachleuten des OÖAMTC mit seinem routinierten Fahrtechnikzentrums in Marchtrenk, sowie unter Hilfestellung des Landespolizeikommandos OÖ einen Kurs ins Leben zu rufen, der diesen Personen verbesserte Routine für Situationen vermitteln helfen soll, um möglichen oder unerwartet auftauchenden Gefahrenquellen in Zukunft bestens und routiniert zu meistern.
Anfang Juli fanden sich daher bei besten Sommerwetter auch viele Interessierte aus den verschiedensten Sportsektionen mit Bussen in Marchtrenk ein, die unter Aufsicht und Führung der Fahrtechnik-Spezialisten viele Situationen mittels aufwendigem Training zu meistern hatten, die sie auch auf öffentlichen Straßen in Zukunft erwarten können. Niemand geringerer als der oftmalige Österreichische Rallye-Staatsmeister Raphael Sperrer hat zusammen mit ASVÖ-Landessekretär Wilhelm Blecha die Kurs-Rahmenbedingungen erstellt, die speziell auf die bisher gewohnten und in Zukunft noch zu erwartenden Fahrbedingungen hingepolt wurden und waren.
Wobei nicht alleine Reaktionen hinter dem Volant auch für Bedingungen auf Eis- und Schnee mit Hilfe von Wasserfontänen gestuntet , sondern auch schon bei der richtigen Wahl von Sitzposition und Lenkradhaltung Erfahrungswerte vermittelt wurden. Die Wahl der „richtigen“ Geschwindigkeit, die optimale Einschätzung der Bremswegrelationen, das Ausweichen vor plötzlich auftauchenden Hindernissen (siehe unsere Fotos der Wasserfontänen), aber auch die richtige Reaktion bei „Kurvenbremsen“, sowie das Unter- und Übersteuern des Busses, bzw. das oft unterschiedliche Traktionsverhalten (2WD oder 4WD) der Fahrzeug-Antriebsart, nebst rasches Gegenlenken oder ESP-Verhalten waren Kriterien, die es einzutrainieren galt.
Es würde den Platz dieses Artikels sprengen, die Meinung jedes einzelnen der Teilnehmer hier zu präsentieren, aber sie decken sich in der Aussage mit jener des ASVÖ-Präsidenten aus Oberösterreich, Hr. Präs. Herbert Offenberger : „Die Erkenntnisse, die wir hier erfahren haben, waren für Menschen, die nicht permanent einen 7- oder 8-sizigen Bus steuern müssen, gewaltig. Denn der Unterschied zwischen einem Pkw und einem Bus bei Extremsituationen erscheint wie Tag und Nacht !“ Und Konsulent Präs. Herbert Offenberger ist, einerseits durch die Begeisterung unter den „Schülern“, als auch nach eigenen Erkenntnissen sicher, dass ein 1. ASVÖ - Fahrsicherheitstrainingstag“ kein Einzelbeispiel werden wird.
Auch das Landespolizeikommando sah in dieser OÖASV-Idee eine Initialzündung für „Folgetäter“. So meinte denn auch Landespolizeikommandant GenMjr Andreas Pisl : „Wissen gibt den Fahrerinnen und Fahrern, die nur ab und an mit derartigen Bussen fahren müssen, die notwendige Routine und Sicherheit. Prävention spiel letztendlich auch im Straßenverkehr eine immer wichtigere Rolle. Mit ein Grund auch für das Landespolizeikommando für OÖ gerne an dieser Aktion involviert zu sein.“ In weiterer Folge werden daher auch Spezialisten des Landesverkehrsabteilung im Rahmen dieser nun im Sommer begonnenen Schulungen hauptsächlich zu dn Themen Personenbeförderung, Pflichten von Fahrzeuglenkern und sichere Verwahrung von Ladung referieren!“
Resumee des Tages: „Wir haben viel gelernt, zudem machte es einen großen Spaß im Umgang mit Kleinbussen trainiert zu werden, aber auch zudem rechtliche und versicherungstechnische Aspekte näher erleuchtet zu bekommen und zudem psychologisch für Stressmomente während des Transports von Passagieren vorbereitet zu werden!“
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